Wie
Ich bin noch nicht sehr lange in den USA und besonders lange bleibe ich auch nicht. Am Ende meines zehnmonatigen Aufenthalts werde ich von diesem Land verhältnismäßig wenig gesehen haben.
Die Texte, die ich in diesem Zeitraum veröffentlichen will, können insofern gar nicht mehr als eine äußerst subjektive Momentaufnahme völlig willkürlich gemachter Erfahrungen sein.
Darüber hinaus unterliegt meine Wahrnehmung stets einer klaren Vorprägung: nach jahrelangem Bombardement mit Informationen aus erster bis fünfter Hand ist es mir fast unmöglich, den USA auch nur annähernd vorbehaltlos zu begegnen.
Das manifestiert sich alleine darin, dass ich dazu geneigt bin, einem US-Amerikaner seine Welt mit all ihren Facetten ständig erklären zu wollen. Ich, der ich dieses Land zum ersten Mal besuche.
Diese Vorprägung wird im Folgenden dazu führen, dass diejenigen, die die USA schon länger kennen als ich, in meinen Sichtweisen den vorbelasteten Kontinentaleuropäer immer herauslesen werden können. Vorbelastet durch zahlreiche Debatten und Auseinandersetzungen, die teilweise in einem fruchtbaren Schleier des Nichtwissens geführt wurden. Dennoch oder gerade deshalb haben sie wohl auch solche Spuren hinterlassen.